Griechenlands radikale Linke Syriza wird wohl stärkste Oppositionskraft

Liebe Leser, laut dpa wird nach ersten Hochrechnungen die konservative Partei Nea Dimokratia mit 29,5 Prozent stärkste politische Kraft. Damit ist wohl der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone, also dem gemeinsamen Währungsverbund, erst einmal abgewendet.

„Falls die ebenfalls proeuropäischen Sozialen eine Regierungskoalition eingehen, könnten beide Parteien über 161 der 300 Sitze  verfügen. Beide Parteien wollen zwar den Reform- und Sparkurs fortsetzen, aber  mit den Geldgebern über Erleichterungen reden. Das Bündnis der radikalen Linken,  das den Sparpakt aufkündigen will, erzielte 27,1 Prozent der Stimmen.

In letzter Konsequenz ging es bei der Wahl am Sonntag um die Frage, ob Athen  in der Eurozone bleibt oder zur Drachme zurückkehrt – mit unabsehbaren Folgen.  Deshalb schauten sowohl die  EU als auch die internationalen Finanzmärkte mit  bangen Blick auf den Ausgang der Schicksalswahl. Die Nervosität an den  Finanzmärkten ist nicht nur wegen Griechenland, sondern auch angesichts der  Probleme in Spanien und Italien extrem hoch.

Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise sieht „harte Wochen mit Unsicherheiten“  für die Bürger und Finanzmärkte bevorstehen. Die Parteien in Griechenland hätten  rund vier Wochen Zeit, bis die nächsten größeren Zahlungen für Griechenland aus  den Hilfspaketen freigegeben oder gestoppt würden. Sollte Griechenland keine  Hilfe mehr bekommen, droht ein Staatsbankrott mit anschließendem Austritt aus  der Eurozone.

Der Parteichef  der Syriza, Alexis Tsipras, sagte, seine Partei wolle stärkste Oppositionskraft  bleiben. Das Volk habe innerhalb von sechs Wochen zum zweiten Mal das Sparpaket  verurteilt.

In einer ersten Reaktion bot Außenminister Guido Westerwelle (FDP) dem hoch  verschuldeten Euroland Aufschub bei der Umsetzung des Sparprogramms an. „Ich  kann mir gut vorstellen, über Zeitachsen noch einmal zu reden“, sagte  Westerwelle am Sonntagabend in der ARD. Allerdings dürfe es inhaltlich bei den  Sparauflagen keine substanziellen Änderungen geben. „Am Weg der Reformen führt  kein Weg vorbei.“

..Über die Laufzeit der Athener Sparprogramme könne noch einmal diskutiert werden – über die Inhalte aber nicht, zitiert das Magazin „Focus“ aus der Umgebung des  Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker.“(1)

„Bleibt es bei dem Ergebnis, ist der Worst Case für die Euro-Zone abgewendet. Zwar fordern auch Konservative und Sozialisten Änderungen an den Sparauflagen für Griechenland, doch bekennen sie sich im Gegensatz zu Tsipras klar zum Euro. Notfallpläne für den Austritt des Landes könnten im Schrank der Banken bleiben. Der Euro  zog als Reaktion auf das Wahlergebnis denn auch prompt an. Der voraussichtliche neue Ministerpräsident Samaras, sagte in seiner Siegesrede, das Volk habe die Politiker gewählt, die für Wachstum und Verbleib im Euroland seien. „Griechenlands Position in Europa wird nicht mehr gefährdet sein.“ Er lud alle politischen Kräfte ein, sich an einer Regierung der nationalen Rettung zu beteiligen

(1) http://www.gmx.net/themen/nachrichten/ausland/529a9zo-griechen-waehlen-parlament

(2) http://www.ftd.de/politik/europa/:wahl-in-griechenland-euro-befuerworter-feiern-den-sieg/70050885.html#f1

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Über Regina Drescher

Absolventin der Humboldt- Universität Berlin 1984 als Diplom-Ingenieurin. Ausbildung als Betriebsleiter. Ein Semester angewandte Psychologie. Erfahrung als Sozialarbeiterin, Bereich Jugendclubs. Ausgestattet mit rationalem Denkvermögen und emotionalen Eigenschaften. Dies ermöglicht mir eine gewisse soziale Kompetenz und Liebe zur Natur, den respektvollen Umgang mit ihr und den Wunsch nach Schutz vor weiterer Zerstörung des Menschen für alle Lebewesen.
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