Heute: Solidarität mit den griechischen Menschen

Aufruf zur Kundgebung am Mittwoch, den 13. Juni

um 17 Uhr vor dem Bundeskanzleramt!

Willy-Brandt-Straße 1  10557 Berlin       0180 2720000     U55 Station Bundestag

Liebe Leser, zeigen Sie bitte heute mit Ihrer Anwesenheit vor dem Bundeskanzlerinamt, dass Ihnen das Schicksal mit den Menschen in Griechenland und den anderen europäischen Ländern, die tief in der Wirtschaftskrise stecken, nicht egal ist. Griechenland ist nur der Anfang einer  beispiellosen, von jedem Sozialaspekt befreiten europäischen Bankenrettungs- und Staatshaushalts- Konsolidierungspolitik auf Kosten fast aller Menschen. Nur die bestens Verdienenden und die Verursacher der Krise, die Zocker- Banken, werden nicht zur Sanierung der Staatshaushalte herangezogen.

zukunft4deutschland entnimmt einige Passagen aus einem Artikel der „Berliner Zeitung“ vom  12.06.2012, Seite 8. Unter der Überschrift:

„Nicht einmal sterben darf man“

zeichnet Markus Sievers ein Bild des jetzigen Lebens vieler griechischer Familien:

500, 600 Euro Rente beziehen sie im Monat, häufig noch weniger. Aber damit unterstützen sie den arbeitslosen Sohn, die alleinerziehende Tochter, die Enkelin, die Bücher braucht. Alle Alten helfen, bemerkt ein 78-Jähriger. Der Familienverbund ist überlebenswichtig. Die Alten dürfen nicht sterben, die Jungen können ohne sie kaum überleben.

Hoffnungslosigkeit herrscht, auch Verzweiflung, Wut und Ärger- nach 6 Jahren permanenten wirtschaftlichen Niedergangs.

Das EU-Parlament hat deutsche Journalisten nach Griechenland eingeladen. Diese sollen sich vor Ort ein Bild machen, mit den Leuten sprechen. Meinungsaustausch, Verständnis füreinander. Aber dieses Verstehen scheint zunächst nicht so einfach.

Die Deutschen verstehen nicht, warum die Griechen nicht einfach irgendwie loslegen, und mit Schuldzuweisungen an die EU  bzw. deren Mitgliedsstaaten die soo großzügigen Solidaritätsleistungen ihrem Empfinden nach nicht ausreichend würdigen.

Die Griechen wiederum können nicht begreifen, dass die reichen Deutschen ihre  Anstrengungen, die historisch beispiellosen Einschnitte, die Not, anscheinend nicht sehen wollen. „Die Griechen sind nicht faul“, entfährt es einer jungen Politikwisenschaftlerin. Diese arbeitet von morgens bis abends und verdient ein Fünftel dessen, was ihre Schwester für die gleiche Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin  an der Berliner Humboldt- Uni bekommt.

Die Behandlung im Krankenhaus ist kostenlos. Die Medikamente aber muss der Patient selbst kaufen.

Betrug, Korruption, Bestechung, Lügen- alles das bestimmt das Leben in Griechenland. Politiker sind dabei die besten Vorbilder. Griechenland  habe die Bedingungen, die Erwartungen der Geldgeber einfach niemals erfüllen können, sagt ein Finanzfachmann, weil es dazu an den politischen und ökonomischen Strukturen mangele. Der offensichtliche Betrug, die Schönfärberei der Zahlen über die Wirtschaftskraft Griechenlands durch die verantwortlichen Regierungspolitiker, um den angestrebten EU-Beitritt zu erreichen, geht nun zu Lasten der Bevölkerung.

Der Experte nennt Beispiele, wie andere Länder sich aus einer tiefen Wirtschaftskrise befreit hätten. Brasilien etwa, Neuseeland, Irland. Doch alle Sanierungen hätten auf starkem Wachstum und flexiblen Wechselkursen beruht, die Abwertungen erlaubten, durch die sich inländische Produkte im Ausland verbilligen. Mit dem Euro sei das unmöglich. Aber ohne Euro würde Griechenland zum Teil des Nahen Osten oder des Balkan, ist der Experte überzeugt.

Nirgends in Europa sind so viele Menschen in so kurzer Zeit arbeitslos geworden.

Mehr als ein Drittel der Griechen lebt unterhalb der Armutsschwelle.

Armutskrankheiten wie Tuberkulose melden sich zurück.

Diejenigen korrupten Politiker und  Vertreter der Finanzindustrie, die ihre finanziellen Vorteile aus der EU-Mitgliedschaft zogen und immer noch ziehen, stehen ganz sicher nicht  in den vielen Suppenküchen Schlange, so wie u.a. ihre entlassenen Bankangestellten!

 

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Über Regina Drescher

Absolventin der Humboldt- Universität Berlin 1984 als Diplom-Ingenieurin. Ausbildung als Betriebsleiter. Ein Semester angewandte Psychologie. Erfahrung als Sozialarbeiterin, Bereich Jugendclubs. Ausgestattet mit rationalem Denkvermögen und emotionalen Eigenschaften. Dies ermöglicht mir eine gewisse soziale Kompetenz und Liebe zur Natur, den respektvollen Umgang mit ihr und den Wunsch nach Schutz vor weiterer Zerstörung des Menschen für alle Lebewesen.
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Eine Antwort zu Heute: Solidarität mit den griechischen Menschen

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