Blockupy Frankfurt – Resümee

Die friedliche Abschlussdemonstration am Samstag, dem 19.Mai in Frankfurt: Zwischen 20000 und 25000 Teilnehmer protestierten am Samstag für echte Demokratie, gegen das Spardiktat, gegen die überwältigende Macht der Finanzinstitute.

Liebe Leser, zukunft4deutschland möchte Ihnen den folgenden Beitrag von Moritz Michelson ans Herz legen. Dieses blog zukunft4deutschland existiert in dem Glauben daran, und mehr, in der festen Überzeugung, dass Veränderung möglich ist und WIR aber diejenigen sein müssen, die etwas tun. Ich, Du, Er, Sie: Wir.

Blockupy Frankfurt: Es geht darum, zu glauben, was möglich ist.

von Moritz Michelson

Es geht darum, zu glauben, was möglich ist. http://t.co/OwMKOqTs

Ich habe dieses Bild und den Slogan erstellt, um meine Gefühle nach Blockupy einzufangen. Das Hintergrundbild habe ich einem Live-Stream des öffentlich-rechtlichen Senders Hessischer Rundfunk (hr) entnommen.

Es zeigt die Abschlussdemonstration/-kundgebung in der Nähe der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Samstag, dem letzten Tag von Blockupy. Es kann frei verbreitet werden. Nach vier Tagen Blockupy Frankfurt und friedlichem Protest von mehr als 20.000 Menschen (laut Polizei), liegt ein hammergutes Gefühl in der Luft. Blockupy Frankfurt hat etwas Simples sehr deutlich gemacht: Es ist möglich!

Auch wenn in empörendem Verstoß gegen die Grundrechte alle Versammlungen von den Behörden verboten wurden (außer der Demonstration am letzten Tag von Blockupy); auch wenn 5.000 Polizisten diese Verbote innerhalb und außerhalb von Frankfurt durch Blockade und Kontrolle der fast gesamten europäischen Bankenhauptstadt Frankfurt durchsetzten:

Es ist möglich, weltweite Solidarität zu zeigen. Es ist möglich, in großen Zahlen zusammen zu kommen. Es ist möglich, für echte Demokratie, gegen das Spardiktat, gegen die überwältigende Macht der Finanzinstitute zu protestieren. Es ist möglich, Plätze vorübergehend zu besetzen, und symbolisch den Bankensektor zu blockieren. Es ist möglich, völlig friedlich und gut gelaunt zu bleiben! Es ist möglich!

Warum ist das so wichtig? Viele Menschen beteiligen sich nicht an Demokratie oder sozialen Bewegungen, weil sie glauben, dass Veränderung nicht möglich ist. Und natürlich ist das wahr, so lange sie sich nicht beteiligen. Das ist wahrscheinlich das wichtigste Hindernis für den Versuch, die Welt zu verbessern.

Sobald man weiß, dass Veränderung möglich ist, liegt sie in greifbarer Nähe.Es geht darum, zu glauben, was möglich ist. Und Blockupy, wie viele gleichgesinnte Veranstaltungen und Bewegungen weltweit, wird einmal mehr eine steigende Zahl von Menschen zu recht überzeugen, dass es Mut und Hoffnung gibt!“ (1)

Liebe Blockupy- Aktivisten, danke für dieses beeindruckende Signal:

Wir wollen echte Demokratie!

Danke für das deutliche und sichtbare Zeichen der internationalen Solidarität gegen das autoritäre Krisenmanagement und die Verarmungspolitik der Troika aus EU-Kommission, EZB und Internationalem Währungsfond (IWF) am Sitz der eigentlichen Regierung Deutschlands, dem Finanzplatz Frankfurt.

Und ein Kompliment:

Falls Eure Strategie darin bestand, mit Eurem nicht eindeutig erfolgten Bekenntnis zu absoluter Gewaltfreiheit und der Distanzierung von extremistischen Grundhaltungen jeglicher Couleur ein teilweises Versammlungsverbot zu provozieren, ist sie hervorragend aufgegangen.

Ihr habt den Staat gezwungen, sein wahres Gesicht zu zeigen. Martialisches Polizei-Aufgebot an Einsatzkräften und Technik, Hinderung der Demonstranten an der Einreise nach Frankfurt und Teilnahme an den Veranstaltungen, Platzverweise, persönliche Durchsuchungen, Festhalten der Personalien, Inhaftierungen, Wasserwerfer. Mal schauen, was die Aktionstage in Frankfurt den Staat gekostet haben. Und vergesst bitte nie: Den Staat finanzieren wir alle miteinander. Einen live-Bericht vom Paulsplatz in Frankfurt am 17.Mai 2012 über die Einforderung des demokratischen Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit nach Art.8 des Grundgesetzes, wonach jeder Deutsche das Recht hat, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis zu versammeln:  http://www.youtube.com/watch?v=zQAAK1Avmlg&feature=youtu.be

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Über Regina Drescher

Absolventin der Humboldt- Universität Berlin 1984 als Diplom-Ingenieurin. Ausbildung als Betriebsleiter. Ein Semester angewandte Psychologie. Erfahrung als Sozialarbeiterin, Bereich Jugendclubs. Ausgestattet mit rationalem Denkvermögen und emotionalen Eigenschaften. Dies ermöglicht mir eine gewisse soziale Kompetenz und Liebe zur Natur, den respektvollen Umgang mit ihr und den Wunsch nach Schutz vor weiterer Zerstörung des Menschen für alle Lebewesen.
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