Einladung an die Finanzindustrie zur Selbstbereicherung durch die Notenbankpresse

Liebe Leser, Mario Draghi ist Ex-Goldman-Sachs-Banker und Präsident der Europäischen Zentralbank EZB. Unter der Überschrift „Mario Draghi redet sich um Kopf und Kragen“ veröffentlicht die „Wirtschaftswoche“ heute folgenden Artikel:

„…Kritiker behaupten schon lange, dass Draghi mit den Drei-Jahres-Tendern, die er im Dezember und Februar vergeben hat, heimlich vor allem Finanzinstitute aus Schuldenstaaten wie seinem Heimatland gerettet hat.

Bankchefs aus Italien und Spanien sollen ihn überhaupt erst auf die Idee mit der Billionen-Euro-Spritze gebracht haben. Draghi hat das abgestritten und immer wieder behauptet durch den  Schuss mit der „Dicken Bertha“ eine Kreditklemme in der Realwirtschaft zu verhindern.

Heute aber hat er zugegeben, dass die EZB eigentlich machtlos ist und nichts gegen eine Kreditklemme ausrichten kann. Die Banken würden keine Kredite vergeben, weil sie nicht genügend Kapital hätten und aufgrund des schwierigen Marktumfelds zu vorsichtig seien. Dagegen könne die EZB nichts tun. Sie könne die Banken nur mit Liquidität, nicht aber mit Kapital ausstatten.

Die Hauptursache für die geringe Kreditvergabe sei sowieso vor allem die mangelnde Kreditnachfrage – und gegen die könne die EZB nun wirklich gar nichts tun. Was aber heißt das im Umkehrschluss?

Dass die „Dicke Bertha“ wirklich das ist, was Draghis schärfste Kritiker behaupten: eine Einladung an die Finanzindustrie zur Selbstbereicherung durch die Notenbankpresse und damit letztlich auf Kosten der Steuerzahler.

Die größte Bombe hat sich der Italiener bis zum Schluss aufgehoben. Schon seit 16 Monaten ist die Inflationsrate im Euroraum über dem Stabilitätsziel von zwei Prozent. Draghi gibt offen zu, dass daraus mindestens 25 Monate werden könnten. Doch beunruhigt ihn das?

Hier hat die Zentralbank klammheimliche neue Maßstäbe festgelegt: Aufgrund der Energiepreise, orientiere man sich nicht mehr an der Inflationsrate. Wichtiger seien die Preise für nicht transportfähige Güter und die Lohnentwicklung.

http://www.wiwo.de/politik/europa/ezb-draghi-redet-sich-um-kopf-und-kragen/6478956.html

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Über Regina Drescher

Absolventin der Humboldt- Universität Berlin 1984 als Diplom-Ingenieurin. Ausbildung als Betriebsleiter. Ein Semester angewandte Psychologie. Erfahrung als Sozialarbeiterin, Bereich Jugendclubs. Ausgestattet mit rationalem Denkvermögen und emotionalen Eigenschaften. Dies ermöglicht mir eine gewisse soziale Kompetenz und Liebe zur Natur, den respektvollen Umgang mit ihr und den Wunsch nach Schutz vor weiterer Zerstörung des Menschen für alle Lebewesen.
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