Es wird spannend!

„Wir werden uns noch wundern„, sagt der Wittenberger Bürgerrechtler und evangelische Theologe Friedrich Schorlemmer über die unmittelbare Zukunft Deutschlands mit einem Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Pastor Schorlemmer wäre für mich übrigens auch eines Vorschlages für die Kandidatur zum Bundespräsidenten wert gewesen, aber er verkörpert noch mehr den „typisch ost-deutschen“ Bürgerrechtler als Herr Gauck und steht zudem weit links von ihm. Keine guten Voraussetzungen für eine Nominierung der vier, für mich eindeutig dem bürgerlich-konservativen bis gemässigt oppositionellen Lager zuzuordnenden Parteien. Die Linke will nun einen Gegenkandidaten aufstellen, ich bin gespannt.

Friedrich Schorlemmer hat in einem Interview² Folgendes über Joachim Gauck gesagt:

„Es ist wunderbar, dass er das Loblied auf die Freiheit singt. Aber er müsste auch das Loblied auf die Gerechtigkeit singen, damit sich alle die Freiheit leisten können..Wer von Freiheit spricht, der muss auch vom Brot sprechen, vom Wasser, vom Wetter vom Frieden..Ich glaube, Herr Gauck hat im Westen die größere Zustimmung als im Osten. Und Bürgerrechtler ist man entweder immer- oder man ist es nie gewesen. Soziale und bürgerliche Menschenrechte gehören untrennbar zusammen…Aber vielleicht wachsen Gauck im Amt ja noch neue Fähigkeiten zu, begleitet von einem klugen Beraterteam. Wir werden uns noch wundern- entweder so rum oder so rum“

Na, dann schon lieber anders rum, lieber Herr Schorlemmer, klar hat Herr Gauck noch ein paar Äcker zu bestellen, soziale Gerechtigkeit, Achtung aller demokratischer Bemühungen jeglicher Couleur, innere Einheit zwischen West und Ost, Intergrationspolitik, und e i n e unumstrittene Erkenntnis finde ich ganz besonders wichtig zu verinnerlichen. Daher nun meine Botschaft an Herrn Gauck:

Lieber Herr Gauck, bitte werden Sie sich darüber klar, dass die wahren Beherrscher und Lenker der Welt- Geschehnisse die großen GELD-Geber sind. Sie ziehen sämtliche Fäden und Ihr Politiker dürft nur so frei daran herumzappeln, wie diese Euch das gestatten.
Wollen Sie wirklich mehr Freiheit für alle, lieber Herr Gauck, müssen Sie zunächst die Macht der Finanzindustrie in die Schranken weisen. Dazu sind ALLE Anstrengungen wichtig, auch wenn sie ziemlich un-konservativ daherkommen und sich „Occupy“nennen. „Occupy Wall Street“, lieber Herr Gauck, das ist die richtige Adresse, die Wall Street i s t eines der internationalen Finanz-Zentren! Also bitte differenzieren Sie, zielgerichtete Occupy- und „Neue- Demokratie- jetzt-und-von-unten“- Bewegungen sind der Anfang des Kampfes um mehr Freiheit und mehr Gerechtigkeit- für alle. Ich wünsche Ihnen für uns Bürger viel Erfolg dabei!
² Berliner Zeitung, Di.21.02.2012 S.2, Artikel:“Wir werden uns noch wundern“

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Über Regina Drescher

Absolventin der Humboldt- Universität Berlin 1984 als Diplom-Ingenieurin. Ausbildung als Betriebsleiter. Ein Semester angewandte Psychologie. Erfahrung als Sozialarbeiterin, Bereich Jugendclubs. Ausgestattet mit rationalem Denkvermögen und emotionalen Eigenschaften. Dies ermöglicht mir eine gewisse soziale Kompetenz und Liebe zur Natur, den respektvollen Umgang mit ihr und den Wunsch nach Schutz vor weiterer Zerstörung des Menschen für alle Lebewesen.
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