Flughafen Willy Brandt BBI- Liebe Flugrouten- Gegner in Berlin und Brandenburg!

Ich weiss, wie Ihr Euch fühlt, ich wohne genau in einer Abflugschneise, unweit des besonders gebeutelten Territoriums Blankenfelde- Mahlow. Wer will schon Luftverschmutzung, Lärm am Tage und gestörte Nachtruhe!  Unsere Grundstücke sind nun nichts mehr wert, noch nicht mal wegziehen können wir.

Den Flughafen- Neubau im dünnbesiedelten Gebiet Sperenberg konnten wir nicht durchsetzen, nun ist er da, der schöne neue Flughafen, zwar nicht inmitten Berlins, aber das Stadtgebiet und den Speckgürtel am Rande Berlins gleichermassen tangierend. Jawoll, ob Köpenick, Friedrichshagen, der Müggelsee, der Wannsee, Lichtenrade, Blankenfelde- Mahlow, die Gosener Wiesen oder das Europäische Vogelschutzgebiet Rangsdorfer See, alle sind betroffen.

Trotzdem protestiere ich nicht gegen die Flugrouten. Warum nicht, werdet Ihr fragen. Die einzigen, FÜR deren Schutz  ich demonstriere, sind die betroffenen zehntausenden Wildgänse, Kraniche und schwarmbildenden Vogelarten.

Wie wäre es, wenn wir forderten: Unserer Umwelt zuliebe- kein Markt für Billigflieger! Steuern hoch für Kerosin und Luftverschmutzung! Shoppen und urlauben ohne zu fliegen- Mach mit!

Wenn wir nicht Reiseweltmeister wären und gerne flögen, bräuchten wir den neuen BBI möglicherweise nicht. Also müssen wir auch mit den Konsequenzen leben. Irgendwo müssen die Flugzeuge starten, fliegen, landen- ja schon, aber die Hauptsache ist, nicht über MEINEN Kopf! Gerne über den der anderen, und so wird es noch eine Weile weitergehen. Alle haben das gleiche Recht auf Ruhe, auch die Sperenberger übrigens.

Bald werden wir Berliner und Brandenburger von unserem repräsentativen Flughafen Willy Brandt aus  in unseren wohlverdienten Urlaub fliegen- sei es nach Mallorca, die Malediven oder die DomRep. Damit viele dies tun können, müssen wenige den Preis dafür zahlen. Das erscheint ungerecht, aber das IST die Konsequenz!  Gemeinwohl vor Eigenwohl.

Wir, die nach bestem Wissen und Gewissen von der Deutschen Flugsicherung auserwählt wurden, im Interesse der Mehrheit nunmehr die schlechten Karten der Minderheit zu besitzen- ein Leben mit Schallschutzfenstern und Klimaanlage drin,schlechter Luft draussen und wertlosem Haus und Garten- wir geben NICHT auf, und das dürfen wir!  Wir demonstrieren für unsere Interessen als Betroffene:

Für Entschädigung! Nachtflugverbot! Für schadstoffarme Treibstoffe und leise Flugzeuge! Für staatliche Förderung des technischen Fortschritts im Flugzeugbau, Ziel kürzere An- und Abflugstrecken und engere Schleifen!

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Über Regina Drescher

Absolventin der Humboldt- Universität Berlin 1984 als Diplom-Ingenieurin. Ausbildung als Betriebsleiter. Ein Semester angewandte Psychologie. Erfahrung als Sozialarbeiterin, Bereich Jugendclubs. Ausgestattet mit rationalem Denkvermögen und emotionalen Eigenschaften. Dies ermöglicht mir eine gewisse soziale Kompetenz und Liebe zur Natur, den respektvollen Umgang mit ihr und den Wunsch nach Schutz vor weiterer Zerstörung des Menschen für alle Lebewesen.
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